Jäger-Kreisgruppe Ochsenfurt e.V.

Jäger leisten Beitrag zur Regulierung des Raubwildes

Brauchtumsgerecht liegt die Raubwildstrecke auf dem Fichtenbett und wird von Jagdhornbläsern verblasen.

Wolkshausen, 15.2.2020 – Am Ende der Fuchs- und Raubwildwoche lagen trotz ungünstiger Witterungsbedingungen wieder 15 Rotfüchse, 2 Waschbären, 1 Marder und 1 Iltis auf der Strecke. In einem unberührten Ökosystem regeln Krankheitserreger, wie die Tollwut und Fressfeinde die Population der Tiere. Durch Eingriff des Menschen wurde dieser Kontrollmechanismus gestört. Füchse haben keine natürlichen Feinde mehr und breiten sich weiter aus. Ein hoher Anteil ist bereits mit dem Fuchsbandwurm infiziert, der für den Menschen lebensbedrohlich ist. Auch die Fuchsräude ist auf dem Vormarsch und gefährdet freilaufende Hunde und Katzen. In einigen Gebieten tritt die Staupe bei Füchsen auf, die auch für Hunde tödlich enden kann. Zusätzlich besiedeln invasive Arten wie Waschbär und Marderhund unsere Reviere und attackieren durch ihre meist nächtliche Lebensweise gefährdete Bodenbrüter, Gelege und Jungwild.

Nur die frühzeitige Reduzierung des hohen Beutegreiferdrucks durch Haarraubwild entlastet die geschwächten Niederwildpopulationen. So haben wieder alle beteiligten Reviere der Fuchs- und Raubwildwoche einen wirkungsvollen Beitrag zur Erhaltung unserer heimischen Feldbewohner geleistet.